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Gusserzeugung in der Gießerei

Anforderungen und Aufgaben der Gusserzeugung

Die Gusserzeugung setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen: Zunächst wird das Schmelzmaterial im Schmelzbetrieb zusammengesetzt, anschließend werden die Gussteile per Hand oder Maschine in Form gebracht. Unternehmen, die Gussteile fertigen lassen möchten, müssen die technischen Anforderungen des späteren Einsatzbereichs klar definieren. Dazu gehören unter anderem die mechanische Belastbarkeit, die Temperaturbeständigkeit, die Maßhaltigkeit und die Oberflächenanforderungen. Diese Anforderungen bilden die Grundlage für alle weiteren Prozessschritte und beeinflussen maßgeblich die Auswahl der Werkstoffe sowie der geeigneten Fertigungsverfahren.

Schmelzbetrieb / Gattierung

Wenn Unternehmen Gussteile fertigen lassen, muss zunächst das Schmelzmaterial bestimmt, zusammengestellt und im Schmelzofen eingeschmolzen werden. Eine gründliche Gattierung ist wichtig, um eine möglichst genaue chemische Zusammensetzung des späteren Gusswerkstoffs zu gewährleisten. Anhand der chemischen Zusammensetzung der Rohmaterialien errechnen unsere Mitarbeiter, in welchen Anteilen diese im Ofen geschmolzen werden. Diese Schmelze besteht in der Regel aus Roheisen, Stahlschrott und Kreislaufmaterial. Bei der nachfolgenden Schmelzbehandlung werden der Schmelze verschiedene Stoffe zugesetzt, um eine ungewollte Veränderung der Mischung, beispielsweise durch Sauerstoff aus der Luft, zu verhindern. Sobald die Schmelze fertig ist, können die Gussteile in Form gegossen werden. Nach der Gattierung wird das zu formende Werkstück in der Gießerei bearbeitet und der Formstoff, in den meisten Fällen Sand, per Hand oder maschinell verdichtet. Eine präzise Abstimmung dieser einzelnen Schritte ist entscheidend, um eine gleichbleibend hohe Materialqualität und eine sichere Weiterverarbeitung zu gewährleisten.

Handformerei

Bei der Handformerei wird das Werkstück unter Verwendung einfacher Werkzeuge wie Sandhaken, Stampfkeil oder Pressluftstampfer bearbeitet. Der Formstoff wird dabei per Hand zu einer individuellen Form verdichtet. Entsprechend der Anzeichnungnen am Modell werden die Gussteile mit Anguss, Läufen Anschnitten und in den passenden Dimensionen gesetzt. Bei geringer Stückzahl, komplizierten sowie sehr schweren oder großen Gussteilen greifen wir auf das Verfahren der Handformerei zurück.
Klassische Anwendungsbeispiele sind Turbinenlaufräder, Sonderbauteile und Kunstgegenstände wie Statuen. Im Zuge der mechanischen Bearbeitung wird das fertige Gussteil in der Gießerei nachbearbeitet. Durch die hohe Flexibilität dieses Verfahrens lassen sich auch individuelle Anforderungen präzise umsetzen.

Maschinenformerei

Die Maschinenformerei kommt insbesondere bei komplexen und kernintensiven Gussteilen zum Einsatz, etwa bei Maschinenbauteilen oder Motorenblöcken, die in größeren Stückzahlen gefertigt werden. In diesem hochproduktiven Verfahren werden die Sandformen maschinell um das Modell verdichtet, wodurch eine gleichbleibend hohe Präzision und Reproduzierbarkeit gewährleistet wird. Im Vergleich zur Handformerei ermöglicht die Maschinenformerei eine deutlich höhere Maßgenauigkeit und Prozessstabilität.
Die konstanten Formbedingungen reduzieren Abweichungen, minimieren den Nachbearbeitungsaufwand und tragen zu einer wirtschaftlichen Serienfertigung bei. Gerade bei hohen Stückzahlen bietet dieses Verfahren daher eine effiziente und qualitätsgesicherte Lösung für anspruchsvolle Gussteile. Durch die Automatisierung lassen sich zudem Taktzeiten optimieren und Produktionskapazitäten gezielt steigern.

Umsetzung der Gusserzeugung durch die ao Gruppe

Die ao Gruppe beschäftigt erfahrene Gattierer, Gießereimechaniker, Kranführer und Handformer für die Gusserzeugung. Mit umfassender Erfahrung in diversen Branchen gewährleisten unsere Fachkräfte eine sichere, effiziente und qualitätsgerechte Umsetzung der Produktionsprozesse, auch unter anspruchsvollen Bedingungen im laufenden Betrieb. Dabei passen wir unsere Leistungen flexibel an die jeweiligen Produktionsanforderungen an und unterstützen Gießereien dabei, ihre Abläufe nachhaltig zu optimieren.